Klimaherbst

Veranstaltungsreihe zum Klimawandel in München

Landraub und Nahrungsmittelspekulation

Moderne Landnahme

Eine Bewertung großflächiger Direktinvestitionen in land aus menschenrechtlicher Perspektive

Roman Herre
Aus: AgrarBündnis e.V. (Hrsg.): Der kritische Agrarbericht 2010. Konstanz/Hamm 2010, S. 75-78
Investoren suchen verstärkt nach großen Landflächen zum Anbau von Grundnahrungsmitteln, Energiepflanzen oder als Geldanlage. Allein in den Jahren 2008 bis 2010 wurden zwischen 15 und 30 Millionen Hektar Land in Afrika und Asien an ausländische Investoren veräußert – mit fatalen Folgen für die Menschen vor Ort. Diese Investitionen in Land, die auch als „Landgrabbing“ bezeichnet werden, widersprechen grundlegend einer am Menschenrecht auf Nahrung ausgerichteten Politik.

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Die Ernte der Heuschrecken

Das weltweite Landgrabbing und die Verantwortung Europas

Stephan Börnecke und Andrea Beste
Eine Studie im Auftrag von Martin Häusling, Mitglied der Fraktion Die Grünen im Europaischen Parlament (Bezug: www.martin-haseusling.de)

Das Phänomen Landgrabbing hat sich seit 2009 erheblich verschärft. Was bis dahin meist nur lokal oder regional ein Problem vor allem für Kleinbauern ohne rechtlich unanfechtbare Landnutzungstitel war und auch in früheren Jahren häufig Landvertreibung und Einführung agroindustrieller Methoden zur Folge hatte, verschärft sich seit der Hunger- und Preiskrise von 2007/2008 erheblich. Sowohl das Tempo der Landnahme als auch der Umfang der Transaktionen hat erheblich zugenommen. Die Studie gibt einen Überblick über die weltweite Situation und macht Vorschläge, wie die Politik einen weiteren Sausverkauf von Flächen verhindern könnte.

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Die Hausse und der Hunger

Nahrungsmittelpreise an der Börse

* Harald Schumann
Aus: oekom e.V. (Hrsg.): Welternährung. Global denken – lokal säen. politische ökologie 30 (2012), S. 30-38

Seit Großbanken die Spekulation mit Nahrungsmitteln entdeckt haben, sprudelt für Investoren eine lukrative Gewinnquelle. Für die Ärmsten verschärft sich dagegen ihre ohnehin prekäre Situation, denn die Preise für Weizen, Mais und Soja sind so hoch wie nie zuvor. Und das ist kein Zufall. – Der Beitrag basiert auf dem umfassenden Report „Die Hungermacher“ der Verbraucherorganisation foodwatch.

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Die Hungermacher.
Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren
foodwatch Report 2011 (PDF, 2,1 MB)

* Harald Schumann im Klimaherbst: 24. Oktober (Mit Essen spielt man nicht!?)


Brot für die Börse

Spekulation mit Rohstoffen und ihre fatale Wirkung auf Landwirtschaft und Ernährung

Markus Henn
Aus: AgrarBündnis e.V. (Hrsg.): Der kritische Agrarbericht 2012. Konstanz/Hamm 2012, S. 75-79

Hohe Lebensmittelpreise führen dazu, dass sich immer mehr Menschen ihre täglichen Mahlzeiten nicht mehr leisten können – und schlimmstenfalls verhungern. Die Gründe für die gravierenden Preisschwankungen und -steigerungen der letzten Jahre sind vielfältig. Immer deutlicher wird jedoch, dass die Spekulation mit agrarischen Rohstoffen einer der entscheidenden Faktoren ist. Der folgende Beitrag beschreibt, wie es zu dieser „Finanzialisierung“ der Rohstoffmärkte kommen konnte und welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen sind, um nicht noch mehr Menschen in Hunger und Armut zu stürzen.

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Strikte Regulierung nötig

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der Rohstoffspekulation auf Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Peter Wahl
Aus: AgrarBündnis e.V. (Hrsg.): Der kritische Agrarbericht 2011. Konstanz/Hamm 2011, S. 36-40

Dem Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 folgte eine Weltwirtschaftskrise. Nahrungsmittel wurden zum Spekulationsobjekt, Agrarrohstoffe gerieten in die Fänge der Finanzmärkte. In der Folge nehmen Armut und Hunger in der Welt zu. Es kam zu Hungerprotesten und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Der folgende Beitrag zeigt die Mechanismen auf, durch die die Agrar- und Lebensmittelmärkte in den spekulativen Sog der Finanzmärkte geraten und benennt konkrete Maßnahmen, mit denen vor allem die Grundnahrungsmittel für Entwicklungsländer dem unregulierten Zugriff der Märkte entzogen werden.

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