Klimaherbst

Veranstaltungsreihe zum Klimawandel in München

Call for Papers

Das Netzwerk Klimaherbst e.V. veranstaltet zusammen mit der vom oekom e.V. herausgegebenen Zeitschrift politische ökologie einen Call for Papers. Anlass ist das Thema des aktuellen Münchner Klimaherbst: “Welt wohin? – Reise in eine bessere Zukunft”. Dabei beschäftigen wir uns vor allem mit zwei großen Fragen. Zum einen wollen wir wissen, wie aus der aktuellen Corona-Krise heraus ein Wandel zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Zukunft gelingen kann? Und zum anderen: wie kann diese Zukunft überhaupt aussehen?

Die Corona-Krise hat die Welt, wie wir sie kannten, zum Stillstand gebracht. Durch die außergewöhnlichen Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus getroffen wurden, kamen drängende Probleme unserer modernen Wohlstandsgesellschaft, die schon lange im Untergrund brodeln, an die Oberfläche und drangen endlich ins öffentliche Bewusstsein vor. Dazu gehören soziale Ungleichheiten, schlechte Bezahlung und Anerkennung von sogenannten systemrelevanten Berufen, Defizite im Gesundheitswesen und Abhängigkeiten von globalen Lieferketten. Gleichzeitig wurden bestehende Probleme erstmal in den Hintergrund gedrängt, zum Beispiel die Klimakatastrophe, das Artensterben aber auch Diskriminierung und Rassismus.

Inzwischen sind Regierungen und Gesellschaften überall auf der Welt dabei, Wege aus der Corona-Krise zu suchen. Es werden neue Regeln für unser Zusammenleben getroffen und Konjunkturprogramme geschnürt. Von Vielen wird dazu aufgerufen, dies als Chance zu erkennen, um unsere Gesellschaft zu einer besseren zu machen und damit auch andere Probleme neben Corona und seinen Folgen gleich mit anzugehen. Doch wenn wir jetzt die „richtigen” Maßnahmen treffen wollen, müssten wir erst einmal wissen, was überhaupt das Ziel ist.

Es stellt sich also die Frage, wie diese Welt, in der wir nach Eindämmung aktueller Krisen und Katastrophen leben wollen, überhaupt aussehen soll? Wie sieht die Utopie einer lebenswerten Welt aus, in der Menschen, Tiere und die übrige Natur in ihrer ganzen Vielfalt ihren Platz haben? Wird es zum Beispiel keinen Privatbesitz mehr geben, sondern nur noch Allgemeingut?  Wie werden wir wohnen, wie uns fortbewegen. Werden wir noch Tiere essen? Werden wir alle minimalistisch leben und nur noch das zum Leben Notwendige besitzen? Werden Umweltverbrechen strafrechtlich genauso hart verfolgt wie Kapitalverbrechen? Wird es noch eine repräsentative Demokratie geben oder werden wir alle gesellschaftlichen Entscheidungen digital treffen? Wird unsere Welt hyper-digitalisiert sein oder werden wir wieder wesentlich naturverbundener leben? Wird es ein globales Grundeinkommen geben und werden wir dann noch die meiste Zeit unseres Lebens in klassischer Erwerbsarbeit verbringen? Wie sieht globale Gerechtigkeit in einer solchen Welt aus?

Diese Fragen sind nur einige Beispiele dafür, welche Veränderungen für eine bessere Zukunft vorstellbar sind. Welche könnt ihr Euch vorstellen? Welche wünscht Ihr euch? Wo soll die Reise hingehen?

Die Teilnahme steht allen Autor*innen ab 18 Jahren offen. Pro Autor*in darf nur ein Beitrag eingereicht werden. Der eingereichte Beitrag

  • darf 10.000 Zeichen nicht überschreiten
  • darf aus jedem Genre kommen
  • muss ein selbstverfasstes, bisher unveröffentlichtes Werk in deutscher Sprache sein
  • muss die folgende Frage beantworten:

Stell dir vor, die Corona-Krise ist überwunden, die Klima-Katastrophe ist eingedämmt und wir leben in einer gerechten und nachhaltigen Welt. Wie sieht diese Welt aus?

Einsendeschluss ist der 31.12.2020.

Die Preisträger*innen werden durch eine unabhängige Jury bestimmt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der erstplatzierte Beitrag wird in der Zeitschrift politische ökologie veröffentlicht.

Außerdem gewinnen die ersten drei Plätze Geldprämien in folgender Höhe
1. Platz                500€
2. Platz                300€
3. Platz                200€

Die Preisgelder werden gestiftet von der Selbach-Umwelt-Stiftung.

Die drei erstplatzierten Beiträge werden voraussichtlich in einer eigenen Publikation des Netzwerk Klimaherbst veröffentlicht.

Zudem werden alle zum Wettbewerb zugelassenen Beiträge im virtuellen Klimaherbst.MAGAZIN veröffentlicht.

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Abschlussveranstaltung des aktuellen Münchner Klimaherbst am 15. März 2021 statt.

Die Teilnehmenden verpflichten sich, ihre eingesandten Werke bis zum Tag der Preisverleihung in keiner Form zu veröffentlichen. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erkennen die Teilnehmenden die Wettbewerbsbedingungen (siehe Anhang) an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Beiträge können über das Online-Formular hier oder per Post eingereicht werden.

Bei Einreichungen per Post: Der Text muss anonymisiert – d.h. ohne Nennung des Autor*innen-Namens auf dem Beitrag – entweder ausgedruckt oder als Datei (PDF) auf dem USB-Stick eingereicht werden. Bitte den ausgefüllten Teilnehmenden-Bogen dazu legen.

Bitte senden Sie Ihren Beitrag an:

Netzwerk Klimaherbst e.V.
Parkstraße 18
80339 München

Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Kontakt

Bei Fragen zum Call for Papers wenden Sie sich bitte an:

Helena Geißler
Netzwerk Klimaherbst e.V.
Email: helena.geissler@klimaherbst.de
Telefon: +49 89 (0) 55 28 46 – 23

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