Klimaherbst

Gewinner*innen “Junge Ideen für gutes Klima”

Für die Jury aus Münchner Expert*innen für Ressourcenschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung war es alles andere als leicht, die Gewinnerschulen zu küren, da eine Vielzahl beeindruckender Projekte die Jury erreichte. So einigte sich die Jury schließlich auf vier Projekte, die mit jeweils 500 € prämiert wurden, welche die Schüler*innen in zukünftige Klima- und Umweltschutzprojekte investieren können. Außerdem wurden zwei weitere Schulen mit dem “Sonderpreis für vorbildliche strukturelle Verankerung” mit je 250 € ausgezeichnet. Drei weitere Schulen beeindruckten die Jury ebenfalls besonders mit ihren Projekten und erhielten Urkunden, sowie ein Paket aus fairem Fußball und Schokolade.

Bei der Auswahl der Gewinnerteams wurde insbesondere Wert darauf gelegt, dass viele Schüler*innen in das Projekt miteinbezogen wurden oder davon erfahren haben, bestmöglich etwas Bleibendes an der Schule geschaffen wurde und das Projekt auf Initiative der Schüler*innen selbst entstanden ist.

Folgende Schulen gewannen die Prämie von 500€:

  • Die Grundschule Kirchenstraße
  • Die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee
  • Das Kurt-Huber-Gymnasium
  • Das P-Seminar Umwelt des Rupprecht-Gymnasiums

Die Projekte:

Grundschule Kirchenstraße: Die Klasse 3a mit Elisabeth Gliber entwickelte Plakate, ein Klimaretter-Lied und den Film mit dem Eisbären zum Thema Klimaschutz. Das Klimaretter-Lied wird nun immer vor der Pause über die Lautsprecher abgespielt, um alle Kinder an die Energiesparmaßnahmen in ihren Klassenräumen zu erinnern. Alle Kinder an der Schule sind somit involviert, zudem ist jede Klasse mit der Bestimmung von zwei Klimadetektiven beauftragt. Das Projekt und den Film stellte die Klasse in der Schülerversammlung vor und die Eltern der Kinder konnten sich ebenfalls an dem innovativen Lied sowie an dem Film erfreuen. Darüber hinaus sind bereits weitere Projekte geplant, darunter ein Projekt zur Mülltrennung, eine Projektwoche zu Umweltthemen und die Anlegung eines Schulgartens.

Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee: Die AG der Schülerzeitung gestaltet verschiedene Aktionen zu Umwelt- und Klimaschutz, die mit motivierenden Durchsagen an alle Schüler*innen eingeleitet werden, um sie für den Umweltschutz zu begeistern. Dazu kommen weitere Projekte, die für dieses Schuljahr geplant sind: Ein Plastikmüllprojekt und eine Kunstausstellung, außerdem Plakate, die in den Klassen vorgestellt werden und Umfragen mit Fragebogen für Kinder, Eltern und Familien, die im Laufe des Schuljahres ausgegeben werden.

Kurt-Huber-Gymnasium: Die Gruppe “KHG – move!”, deren Startschuss beim SMV-Seminar gefallen war, arbeitete in einer Projektgruppe aus 15 Schüler*innen und sieben Lehrer*innen. Organisiert wurde ein gemeinsamer “Meinungszug” des nahezu gesamten Gymnasiums unter dem Motto “Aufstehen und losziehen für unsere Zukunft”, der am 26. Juli 2018 stattfand. Ziel war es, durch vielfältige Meinungsäußerung gesellschafts- und umweltpolitische Themen wie Umweltverschmutzung und Konsumverhalten in das allgemeine Bewusstsein zu rücken und die demokratische Meinungsäußerung erlebbar und zu machen. Dies geschah unter dem Jahresmotto des Gymnasiums „Erziehung zu einer gesunden und nachhaltigen Lebensweise“.

P-Seminar Umwelt des Rupprecht-Gymnasiums: Die Schüler*innen des P-Seminars “Umwelt” von Herrn Ziegler entwickelten vier Projekte, die ein klares Ziel verfolgten: Beiträge zum Umweltschutz zu leisten, um den Schulalltag insgesamt umweltbewusster zu gestalten sowie die Schulgemeinschaft zu informieren. Themen der Projekte waren der Bau von Insektenhotels, die Trennung von Restmüll und Altpapier, Müllstoff-Kunst und die Sammlung von Kunststoffdeckeln, deren Erlös an ein Hilfsprojekt ging.


Der “Sonderpreis für vorbildliche strukturelle Verankerung” mit je 250€ ging an:

  • Die Emile Montessori-Schule München Südost e.V.
  • Die Balthasar-Neumann-Realschule

Die Projekte:

Emile Montessori-Schule München Südost e.V.: Das Aktionsteam um Fenja Ledel und fünf Schüler*innen plant laufend neue Aktionen zum Thema Klimaschutz, wofür wöchentliche Planungstreffen angesetzt sind. Projekte sind z. B. der Benefizlauf Run4Trees, ein fairer Pausenverkauf in Kooperation mit Edeka, wobei Lebensmittel verkauft werden, die ansonsten weggeschmissen werden sollten. Zudem sind Aufklärungsstunden geplant, welche die Durchführung von Workshops der Klimascouts zu Plastik im Meer beinhalten. Die Emile Montessori-Schule ist außerdem als Umweltschule in Europa ausgezeichnet.

Die Balthasar-Neumann-Realschule: Die Schülerinnen und Schüler leisten unter der Leitung von Oliver Bauer durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Mit dem Ziel, mehr Energie durch Motivation zu erlangen, wurden Klimachecker und Klassenumweltbeauftragte eingeführt. Die Themen Energiesparen und Mülltrennung werden aktiv praktiziert und sollen im Alltag zu einem umweltbewussteren Verhalten der Schüler*innen führen. Die Schüler*innen gestalteten einen Comic und richteten einen Wettbewerb zur Mülltrennung aus. Nicht umsonst wurde der Schule 2016 bereits der Klimapreis der Allianz Umweltstiftung verliehen.


Weitere Ehrungen:

Das Lise-Meitner Gymnasium machte durch besonderes Engagement einer Initiative der SMV zum Thema Mülltrennung auf sich aufmerksam.

Die Schülergruppe um Tobias Nöbauer des Luitpold Gymnasiums veranstaltete bisher Schulgarten-, Pflanz- und Naturprojekte, wöchentliche Treffen der Umwelt AG und plant für 2019 einen Umwelttag mit Müllsammelaktionen im Englischen Garten.

Ein beeindruckendes Projekt stammt von der Rudolf-Steiner-Schule, die dafür schon diverse Auszeichnungen erhalten hat. Es handelt sich um eine Schüler-Reperaturwerkstatt, gegründet von Walter Kraus, in der Schüler*innen mit ehrenamtlichen Reparaturanleitern zusammenarbeiten und ein klares Zeichen gegen die Konsum- und Wegwerfgesellschaft setzen.

Klimaherbst