Klimaherbst

Medien zur Mobilität

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Bücher


Der FUTURZWEI – Zukunftsalmanach 2013
Geschichten vom guten Umgang mit der Welt
Schwerpunkt Mobilität

Harald Welzer, Stephan Rammler. Fischer Taschenbuch: Frankfurt am Main 2012.

›Wir werden aktiv gewesen sein!‹ – Wege in eine enkeltaugliche Zukunft

Das 21. Jahrhundert braucht Visionen – Geschichten von besseren Lebensstilen, Geschichten über eine gelingende Zukunft. Die Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft wird schon heute von erfolgreichen Projekten vorangetrieben: Verantwortungsbewusste Unternehmer, kreative Schulleitungen, studentische Start-ups und Bürgerinnen und Bürger nutzen ihre Handlungsspielräume, um wegweisende und nachhaltige ökonomische Strategien und Lebensstile zu entwickeln. Der FUTURZWEI-Zukunftsalmanach präsentiert ihre Geschichten und liefert damit Vorbilder für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensmodelle und zeigt, dass Gegenentwürfe zur derzeitigen Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung Spaß machen können. Das Schwerpunktthema Mobilität zeichnet in überraschenden Szenarien ein Bild unseres Lebens Mitte des 21. Jahrhunderts.


Arbeit, Organisation und Mobilität
Eine grenzüberschreitende Perspektive

Martina Maletzky, Martin Seeliger, Manfred Wannöffel. Campus Verlag: Frankfurt/New York 2013.

Arbeit, Organisation und Mobilität lassen sich in einer globalisierten Welt kaum noch getrennt voneinander betrachten. Dies nehmen die Autorinnen und Autoren zum Anlass, die Erkenntnisse der Arbeits-, Organisations- und Migrationssoziologie aus subdisziplinärer Perspektive zu untersuchen. Der Band eröffnet damit einen neuen Blick auf zentrale Gegenstände sozialwissenschaftlicher Forschung.

Infos und Leseprobe:
www.campus.de/wissenschaft/soziologie/Arbeit+und+Beruf.40396.html/Arbeit,+Organisation+und+Mobilit%C3%A4t.101722.html


Deutschland schafft das Auto ab

Wolf Wegener. Rosenheimer 2012.

Vor 126 Jahren meldete Carl Benz das Patent für das erste Automobil der Welt an. Kaum eine Erfindung hat das Leben der Menschen seitdem so verändert. Das Automobil ermöglichte eine nie dagewesene Mobilität und wurde zum Motor eines ungeahnten technischen Fortschritts und beispiellosen Massenwohlstandes. Die deutsche Autoindustrie ist mit ihren Marken auf dem Weg an die Spitze des Weltmarkts. Dennoch hat es die Umweltbewegung in den vergangenen 40 Jahren geschafft, den motorisierten Individualverkehr als Feindbild aufzubauen. Die Politik folgt diesem Zeitgeist und verdrängt das Auto systematisch aus dem Straßenbild, durch immer neue Aufschläge auf das Benzin, durch Verknappung von Parkplätzen, Verengung von Straßen, Tempo 30, Umweltzonen, Fahrrad- und Busspuren usw. Dieses Buch räumt auf mit Vorurteilen gegen und Fehlinformationen über das Automobil. Es warnt vor einem ideologisch geführten Kampf gegen die Mobilität, der nicht zuletzt die Freiheit der Menschen einschränkt und die Kraft der deutschen Wirtschaft unterminiert.


Virus Auto
Die Geschichte einer Zerstörung

Hermann Knoflacher. Ueberreuter: Wien 2009.

Am Anfang stand das Auto für freie Fahrt, für Mobilität und für Freiheit. Doch was ist aus diesen Träumen geworden? Heute hat das Auto massiv in unsere Lebenswelten eingegriffen, sowohl Natur und Gesellschaft als auch das Individuum sind vom Virus Auto befallen: Landschaften wurden zerstört, Städte für Autos angelegt, und sobald ein Mensch ins Auto steigt, verändert sich sein Wesen.

Hermann Knoflacher ist Professor für Verkehrsplanung an der TU Wien und seit Jahrzehnten bekennender Autokritiker. Er liefert eine schonungslose und provozierende Abrechnung mit dem faszinierenden Wunder Auto.

Blick ins Buch: http://www.amazon.de/Virus-Auto-Geschichte-einer-Zerst%C3%B6rung/dp/3800074389#reader_3800074389


Zurück zur Mobilität!
Anstöße zum Umdenken

Hermann Knoflacher. Ueberreuter: Wien 2013.

Schluss mit der Vorfahrt- Mehr Mobilität durch weniger Autos: Das Auto hat Vorfahrt in unserer Gesellschaft- dennoch droht allerorts der Verkehrsinfarkt. Denn die vorherrschende Meinung, dass der Ausbau der Straßennetze zu mehr Mobilität führt, ist falsch. Verkehrsexperte Hermann Knoflacher beweist, dass mit mehr und besser ausgebauten Straßen nicht die Mobilität, sondern nur die Länge der zurückgelegten Wege zunimmt und die Lebensqualität sinkt! Abkehr tut dringend not. Es braucht neue Denkmuster, die für den Rückzug des Autos aus den Lebensräumen sorgen und so zu weniger Lärm, Staub und Abgasen und kürzeren Wegen führen. Die Schaffung kleinräumiger, lokaler Strukturen belebt die Arbeits- und Sozialwelt und davon profitieren wir alle. Fangen wir an. Jetzt!


Bericht aus der Zukunft
Wie der grüne Wandel funktioniert

Heinrich-Böll-Stiftung. Oekom:München 2013.

Unsere Welt hat sich verändert: Menschen produzieren ihre Lebensmittel wieder zunehmend selbst; in den Städten dominieren Busse, Radfahrer und Fußgänger; die fossilen Energieträger befinden sich auf dem Rückzug; weltweit boomen die Umwelttechnologien. Noch ist diese Welt eine Vision, doch überall mehren sich die Anzeichen für Veränderung. Das Buch zeigt auf, wie sich dieser Pfad weiterverfolgen lässt.

Für alle Bereiche unseres Daseins Mobilität, Wohnen, Energie, Ernährung, Arbeiten werden Best-Practice-Beispiele aufgezeigt, die Lust auf eine andere Zukunft machen.

Infos und Leseprobe: http://www.oekom.de/buecher/vorschau/buch/bericht-aus-der-zukunft.html


In Bewegung!
Ist nachhaltiger Personentransport möglich?

Peter Cox. WBG:2011.

Sowohl regional als auch global spüren wir die vielgestaltigen Auswirkungen des alltäglichen Personenverkehrs. Peter Cox führt uns die zahlreichen Probleme hinsichtlich des Personentransports vor Augen und zeigt nachhaltige Alternativen für den Wunsch nach individueller Mobilität auf. Er beleuchtet die Bedeutung nicht-motorisierter Transportmöglichkeiten neu und wirft so Fragen zur Mobilität in Zeiten von Klimawandel und Energieknappheit auf, die nicht nur den Entwicklungs- und Schwellenländern neue Potenziale aufzeigen. Cox kommt zu der Erkenntnis, dass neue Transportlösungen nicht nur ökologisch und irtschaftlich nachweisbar sinnvoll sind, sondern auch die Verkehrsplanung und Lebensqualität von Städten positiver beeinflussen können, als bislang angenommen. Dieses Buch bietet neue, spannende Konzepte für Raumplanung, Raumordnung und Verkehrsgeographie. Es zeigt, dass eine moderne Gesellschaft konsequent nachhaltig in Bewegung bleiben kann.


Der rastlose Mensch
Konzepte und Erkenntnisse der Mobilitätspsychologie

Antje Flade. Springer: Wiesbaden 2013.

Die Mobilitätspsychologie untersucht das Erleben von Mobilität und das Mobilitätsverhalten. In diesem Rahmen werden die aktuellen Fragestellungen im Bereich Mobilität und Verkehr aus psychologischer Perspektive betrachtet. Im Fokus sind die individuellen Wahrnehmungen, Kognitionen, Einstellungen, Motive und Absichten sowie die Umweltbedingungen als Einflussfaktoren des Mobilitätserlebens und -verhaltens. Darüber hinaus werden die gesellschaftlichen, sozialen und psychologischen Kosten des Verkehrs analysiert. Wie mit gestalterischen und psychologischen Maßnahmen die ungünstigen Folgen des Verkehrs reduziert werden können, wird über die Fachgrenzen hinausgehend geschildert. Am Schluss wird versucht, die künftigen Entwicklungen im Bereich Mobilität und Verkehr und deren Auswirkungen auf den Menschen abzuschätzen.


Essen im Tank
Warum Biosprit und Elektroantrieb den Klimawandel nicht aufhalten

Bernhard Knierim. Promedia: Wien 2013.

Unter dem Eindruck von Klimakrise und absehbarer Erschöpfung fossiler Energieträger wie Erdöl wird über neue Technologien zur Fortsetzung des gängigen Mobilitätsmodells diskutiert: Aus Pflanzen hergestellte “Bio”kraftstoffe und Elektroautos sollen Abhilfe schaffen. Eine falsche Strategie, wie Bernhard Knierim darlegt.


Schneller, öfter, weiter?
Perspektiven der Raumentwicklung in der Mobilitätsgesellschaft

Hans-Peter Hege, Yvonne Knapstein, Rüdiger Meng, Kerstin Ruppenthal, Ansgar Schmitz-Veltin, Philipp Zakrzewski. ARL: Hannover 2012.

Räumliche Mobilität in ihren vielfältigen Formen und Dimensionen ist ein zentraler Aspekt des modernen Lebens und eine Grundvoraussetzung für arbeitsteilig organisierte Gesellschaften. Tagtäglich wechseln Menschen und Güter ihre Position und verursachen damit Verkehr. Wachsende Mobilität und die Entwicklung neuer Mobilitätsformen führen in langfristiger Perspektive aber auch zu gesellschaftlichen und raumstrukturellen Veränderungen. Zur räumlichen Mobilität gehören Wanderungen ebenso wie alltägliche Bewegungen zwischen Wohn- und Arbeitsorten sowie Freizeit- und Einkaufsverkehr. Darüber hinaus spielen neue Formen der Waren- und Güterlogistik infolge globaler ökonomischer Veränderungen oder technologischer Innovationen eine wichtige Rolle. Sie führen ihrerseits zu gesellschaftlichen Veränderungen und zur Entstehung neuer Raummuster.


Elektromobilität 2012
Erfolgreiche Lösungen für Smart Companies und Smart Cities

Gabriele Stanek. Echomedia: 2012.

Das erste Buch aus der edition vie-mobility ist eine umfangreiche Sammlung von Beiträgen zu einem sehr komplexen Thema. Denn Elektromobilität und alternative Antriebstechniken, Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzepte, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Ökologie und Ökonomie stehen in intensiver wechselseitiger Beziehung zueinander. Grußbotschaften der Bürgermeister von Wien, Berlin, Graz, München und Salzburg unterstreichen die Bemühungen kommunaler Spitzenpolitiker, die stark wachsenden Metropolen für ihre BewohnerInnen lebenswert zu gestalten. Namhafte nationale und internationale AutorInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Forschung kommen zu Wort für den großen gemeinsamen Plan: Intelligente Lösungen für intelligente Städte der Zukunft zu entwickeln.


Öldämmerung
Deepwater Horizon und das Ende des Ölzeitalters

Peter Schindler. Oekom: München 2011.

Erdöl ist nicht nur der Treibstoff, es scheint auch die Droge unserer Weltwirtschaft zu sein: Wir können nicht davon lassen und verdrängen alle Risiken. Auch die letzten Tropfen, das Öl aus der Tiefsee, wollen wir gewinnen. Die Exploration dieser Reserven ist aber nicht nur enorm teuer, sie birgt auch immense Gefahren für Mensch und Umwelt, wie uns die Havarie der Förderplattform Deepwater Horizon jüngst eindringlich vor Augen geführt hat. Für den Autor Jörg Schindler war die Katastrophe im Golf von Mexiko der “letzte Weckruf” für unsere ölabhängige Welt. Denn die Ausbeutung der Tiefseevorkommen ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Peak Oil bereits erreicht ist jener Punkt, ab dem die Zeit billiger fossiler Energieträger endgültig vorbei ist.

Weiter Infos unter www.peter-schindler.de


Kämpfe um Land
Gutes Leben im post-fossilen Zeitalter

Andreas Exner, Peter Fleissner, Lukas Kranzl, Werner Zittel. Wandelbaum: Wien 2011.

Gutes Leben nach “Peak Oil” ist möglich!
2008 zeigte sich die harte Realität der kapitalistischen Ökokrise: steigende Preise bei Erdöl und Nahrungsmitteln und ein weiterer Schub der Verelendung, der die Hoffnung auf allgemeinen Wohlstand durch Wirtschaftswachstum immer unglaubwürdiger macht. Energie- und Nahrungsmittelpreise steigen seit 2010 erneut, der “unterirdische Wald” in Form von Erdöl ist zur Hälfte “abgeholzt”. Für das energiehungrige Kapital wird nun der Zugang zu Land entscheidend, die nutzbare Erdoberfläche ist jedoch begrenzt und für Menschen im Süden eine Überlebensgrundlage.

Eine Welle neuer Landnahmen für biogene Kraftstoffe, Nahrungsmittel für den Milch- und Fleischkonsum westlicher Prägung hat deshalb katastrophale Auswirkungen: Die Lebensperspektiven ganzer Bevölkerungsgruppen werden zugunsten von Automobil, Fleisch & Co. zerstört.

Eine Alternative ist möglich: Sie besteht in solidarischen Ökonomien und sozialen Innovationen. Energie, Rohstoffe und Nahrung sind möglichst versorgungsnah herzustellen. Landnutzung sollte gemeinschaftlich reguliert werden, wobei das Recht auf Nahrung im Zentrum stehen muss. Das Buch basiert auf einem Projekt des Österreichischen Klima- und Energiefonds und vermittelt neueste Forschungsergebnisse zu Ressourcen, Krise und Alternativen in klar verständlicher Sprache.


Die Entdeckung der Nachhaltigkeit
Kulturgeschichte eines Begriffs

Ulrich Grober. Kunstmann: 2010.

Nachhaltig ist heutzutage alles, von der Diät bis zum Ausbau der Kapitalkraft. Nachhaltigkeit ist aber unser ursprünglichstes Weltkulturerbe, ein Begriff, der tief in unserer Kultur verwurzelt ist und den es vor seinem inflationären Gebrauch zu retten gilt. Das von Joachim Heinrich Campe 1807 herausgegebene Wörterbuch der deutschen Sprache definiert das Wort »Nachhalt« als das, »woran man sich hält, wenn alles andere nicht mehr hält«. An was kann man sich halten, was bedeutet Nachhaltigkeit? In diesem anschaulich erzählten Buch wird der Begriff »Nachhaltigkeit« neu vermessen. Vor fast 250 Jahren avancierte er zum Leitbegriff des deutschen Forstwesens und bezeichnet seitdem die Verpflichtung, Reserven für künftige Generationen nachzuhalten. Das von Hans Carl von Carlowitz 1713 erstmals beschriebene Dreieck der Nachhaltigkeit ökologisches Gleichgewicht, ökonomische Sicherheit und soziale Gerechtigkeit ist heute als »sustainable development« in aller Munde. Die Idee dieses Begriffs aber reicht noch weiter zurück. Sie findet sich im »Sonnengesang« des Franziskus von Assisi genauso wie bei den griechischen Philosophen und den Philosophen der Aufklärung. Ulrich Grobers spannende (Zeit)Reise führt uns an den Hof des Sonnenkönigs und in die deutschen Fürstenstaaten, erzählt vom sächsischen Silberbergbau und vom Holzmangel. Und davon, dass die Nachhaltigkeitsidee überall, wo sie auftaucht, ein Kind der Krise ist, aber auch die Entstehung eines neuen Bewusstseins markiert. Des Bewusstseins, dass der Planet, auf dem wir leben, erhalten und bewahrt werden muss.


Die Welt am Scheideweg: Wie retten wir das Klima?

Germanwatch (Herausgeber). Klaus Milke, Christoph Bals, Horst Hamm, Ilona Jerger. Rowohlt: 2008.

Dass es den Klimawandel gibt, ist keine Frage mehr – wie aber bekommen wir ihn und seine Folgen in den Griff? Und es eilt, denn die Veränderung findet schneller statt, als vor kurzem noch gedacht. Es geht also heute um Wege aus der Klima-Falle. Dieses Buch zeigt sie in ihrer Bandbreite auf – von konventionellen bis zu ungewöhnlichen Lösungen: Wie wir die oft sehr kurzatmige Aufregung in langfristige Konzepte umwandeln können. Welche Rolle technische Entwicklungen zur Energie-Effizienz spielen sollten, welche die erneuerbaren Energien oder die Atomkraft. Wie stark eigentlich der Einfluss des Einzelnen als Konsument ist. Und was der Klimawandel am Ende für die Veränderung unserer Gesellschaft und sogar die Demokratie bedeuten kann. GERMANWATCH zählt zu den wichtigsten weltweit aktiven Nichtregierungsorganisationen, die hinter den Kulissen der Klimakonferenzen und Politgipfel wirkungsvoll für den Klimaschutz arbeiten. Deshalb gibt dieses Buch zudem Einblicke in die Hintergründe von Klimapolitik, wie sie normalerweise nicht möglich sind.


Post-Oil City
Die Stadt von morgen

Manuel Schneider. Oekom: München 2011. 

“Post-Oil City”, der erste Band der Reihe politische ökologie im neuen Format bringt uns die Stadt von morgen näher. Schon jetzt lebt die Hälfte der Erdbevölkerung in städtischen Ballungsräumen die Zukunft der Menschheit entscheidet sich in der Stadt. Wie in einem Brennglas bündeln sich hier die Schwierigkeiten, vor die uns der Klimawandel und die zur Neige gehenden Öl- und anderen Ressourcen stellen. Doch Städte sind auch Möglichkeitsräume der Zukunft; schon heute finden hier soziale, wirtschaftliche und ökologische Experimente statt, die sich bewusst diesen Herausforderungen stellen.


Beschleunigung und Entfremdung

Hartmut Rosa. Suhrkamp: Berlin 2013.

Die rasante Beschleunigung des sozialen Lebens ist eines der hervorstechenden Merkmale der Gegenwart, wird in den Sozialwissenschaften aber häufig übersehen. Hartmut Rosa hat mit seinen maßgeblichen Untersuchungen diesbezüglich Grundlagenarbeit geleistet. In seinem neuen Essay legt er dar, wie eine kritische Gesellschaftstheorie verfasst sein muss, die den Zusammenhang von Beschleunigung und Entfremdung ernst nimmt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem guten Leben – und warum es uns heute vielfach nicht gelingt, ein solches zu führen. Immerhin sind durch die Liberalisierung moralischer Normen und sozialer Konventionen die in den westlichen Gesellschaften vorhandenen Freiräume des Einzelnen größer denn je, sich ein eigenes Konzept des guten Lebens zu wählen und zu verwirklichen. Dieser Liberalisierung steht jedoch die scheinbar unaufhaltsame Beschleunigung des sozialen Lebens im Kapitalismus gegenüber. Dieses Regime der Deadlines lässt Lebensentwürfe scheitern und führt zu einem sich immer stärker ausbreitenden Gefühl der Entfremdung. Behutsam und anhand von konkreten Beispielen sucht Rosa nach Formen nichtentfremdeten Lebens. Sein pointierter Essay ist nicht nur eine konzise Einführung in die Theorie der Beschleunigung, sondern eröffnet auch erste Perspektiven, wie wir dem rasenden Stillstand entkommen können.


Weltbeziehungen im Zeitalter der Beschleunigung
Umrisse einer neuen Gesellschaftskritik

Hartmut Rosa. Suhrkamp taschenbuch wissenschaft: Berlin 2012.

Mit der Beschleunigung des sozialen Lebens in der Moderne ändert sich auch die Art und Weise, in der der Mensch »in die Welt gestellt« ist. Hartmut Rosa analysiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Veränderungen in der Welterfahrung, der Weltbeziehung und der Weltbearbeitung moderner Subjekte. Dabei entsteht umrißhaft das Programm einer kritischen Soziologie, in deren Zentrum die Bestimmung derjenigen sozialen Bedingungen und Voraussetzungen steht, die eine gelingende individuelle und kollektive Weltaneignung möglich machen.


Mobiler Alltag
Mobilität zwischen Option und Zwang – Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben

Claus J. Tully, Dirk Baier. VS Verlag: Wiesbaden 2006.

Dieses Buch richtet sich an alle, die mit der Gestaltung von Wegen zu tun haben. Nicht nur die Verkehrsplanung beschert uns längere oder kürzere, bequemere oder beschwerlichere Wege, auch der Arbeitsmarkt, die Bildung, das Internet, der Tourismus, die Freizeit oder der Einkauf, d.h. die Bedürfnisse des Alltags. Hochmoderne kommunikative Gesellschaften sind mobil. Ziel des Buches ist die Sensibilisierung für diesen Alltag, dessen Gestaltung “Bewegung” erzeugt. Mobilität ist hier eine Option, gelegentlich auch ein Zwang. Das Buch leistet eine Beschreibung und Analyse von Entwicklungen und Zusammenhängen rund um die mobile Welt.


Postfossile Mobilität
Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil

Jörg Schindler, Martin Held, unter Mitarbeit von Gerd Würdemann. Vas-Verlag: Bad Homburg 2009.

Der moderne Verkehr ist fast vollständig von Erdöl abhängig. Peak Oil, der jetzt erreichte Höhepunkt der weltweiten Ölförderung, zeigt die Nichtnachhaltigkeit des fossil angetriebenen Verkehrs. Das Ölangebot wird in naher Zukunft kontinuierlich abnehmen. Die Krise der Automobilindustrie ist in diesem Kontext zusehen. Es geht nicht so weiter, weil es nicht so weiter gehen kann. Wir sind gewöhnt, nur den Verkehr zu sehen. Verkehr hat Verkehrsmittel und -infrastrukturen im Blick. Diese Sicht verstellt jedoch das Wesentliche: Tatsächlich geht es um den Menschen und seine Bedürfnisse. Daher ist Mobilität der grundlegendere Begriff, weil er vom Menschen ausgeht. Mobilität umfasst Beweglichkeit (Potenzialität), Bewegung (Verkehr) einschließlich des Ankommens (und Innehaltens) und das Bewegende (die Emotionen). Wie kann Mobilität für alle Menschen gesichert werden, wenn die bisher so billig und reichlich erscheinenden fossilen Energiequellen zur Neige gehen? Dazu müssen wir uns von der mentalen Landkarte des fossilen Verkehrs verabschieden. „Fossiles Denken schadet noch mehr als fossile Brennstoffe.“ (Bank Sarasin) Wir stehen am Beginn einer epochalen Transformation vom fossilen Verkehr zu einer postfossilen Mobilität. Dieser Übergang ist unvermeidlich und steht jetzt an. Das Buch erzählt die Geschichte dieser Transition und beschreibt 7 Leitplanken, die für die postfossile Mobilität bestimmend sind: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, effizientere Raum- und Siedlungsstrukturen mit einer neuen Balance von Nähe und Ferne, Mobilitätschancen für alle (Nachhaltigkeitsprinzip der Verallgemeinerbarkeit), Körperkraftmobilität für Gesundheit und Wohlbefinden, mehr Beweglichkeit durch Verbindung von digitalen Diensten und Verkehr, attraktive und emotional ansprechende Gestaltung postfossiler Mobilität in einem sich selbst verstärkenden Prozess. Wir werden auch in Zukunft mobil bleiben mit weniger Verkehr und weniger Energie. Die Mobilität der Zukunft hat eine neue Qualität. Im Buch werden Akteure der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik auf dem Weg zur postfossilen Mobilität vorgestellt. Indikatoren machen die Entwicklung messbar und alternative Pfade konkretisieren die Richtung. Jenseits des aktuellen Hypes um Elektroautos ist das Buch der moderne Klassiker des Übergangs zur postfossilen Mobilität.

 

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Filme


Home

Home ist ein Film der Schweizer Filmregisseurin Ursula Meier aus dem Jahr 2008.

Eine fünfköpfige Familie lebt seit Jahren in einem einzelnen Haus direkt neben einer halbfertigen Autobahn. Die schon seit zehn Jahren nicht weitergebaute Fahrbahn nutzt sie ganz selbstverständlich als Lebensraum und Spielfläche, das Leben ist fröhlich und unbeschwert.Eines Tages wird die Strecke jedoch überraschend fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Damit ist die seltsame Idylle abrupt zu Ende.

Zunächst versuchen die Familienmitglieder, deren Weg in die Stadt nun von der Autobahn versperrt ist, sich auf unterschiedlichen Wegen mit der neuen Situation zu arrangieren, die sie zunächst noch amüsant finden, doch nach und nach werden sie von den Begleiterscheinungen des Verkehrs zur Verzweiflung getrieben. Die Mutter findet fast keinen Schlaf mehr. Die wissenschaftlich denkende Marion stellt eine hohe Bleibelastung der selbst angebauten Lebensmittel fest. Die erwachsene Judith, bis dahin ziemlich gleichgültig wirkend, verschwindet eines Tages.

Als der Vater den spontanen Entschluss fasst, das Haus sofort zu verlassen, weigert sich seine Frau: das sei ihr Zuhause, sie könne nirgends neu anfangen. Sie bleiben. Wie von Marion als Folge der Bleibelastung vorhergesagt, werden die Personen immer aggressiver gegeneinander. Selbst dem zehnjährigen Julien, den eigentlich alle mögen, gelingt es nicht mehr, zwischen den sehr unterschiedlichen Charakteren zu vermitteln.

Schließlich vermauert der Vater Fenster und Türen und dämmt alle Außenwände mit Glaswolle, worauf es zwar still wird, aber in die so entstandene Festung, in der die Familie nun ohne Kontakt zur Außenwelt lebt, können weder frische Luft noch Licht gelangen. Als Folge davon werden die Personen immer träger und neigen zunehmend zu vollkommen unvernünftigem Verhalten. Wohnung und Bewohner verwahrlosen, der soziale Umgang sinkt auf ein Minimum.

Als Judith eines Tages zurückkehrt, aber keinen Weg ins Haus findet und wieder abreist, erwacht die Mutter aus einem langen Schlaf. Mit letzter Kraft reißt sie die Vermauerung der Haustür ein, worauf die Familienmitglieder wie unverhofft befreite Gefangene das Haus in ihrer Schlafkleidung verlassen, ohne noch irgendetwas mitzunehmen.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=TuZ7AG_xezY


Töchter des Aufbruchs

Flucht, Arbeitssuche oder einfach die Lust auf etwas Neues: Die Gründe, die Frauen aus verschiedenen Nationen seit den 60er-Jahren nach Deutschland führten, sind unterschiedlich. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie sind “Töchter des Aufbruchs”.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=P5XeoeJfFeI


Metropolis (1927)

Metropolis, die Großstadt der Zukunft, ist zweigeteilt: während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, der Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die “Unterstadt”, weil er sich in Maria, die “Heilige der Unterdrückten”, verliebt hat. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der Erfinder Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können. Der Plan geht zunächst auf: die aufgebrachte Menge fängt an, die Maschinen zu zerstören, und verursacht fast eine Überschwemmungskatastrophe, die jedoch von Freder und Maria im letzten Moment verhindert werden kann. Nachdem die falsche Maria auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde, versöhnt Freder seinen Vater und die Arbeiter.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=GrFBId1b8U0


What a trip: Around Oz
Ein Abenteuer von Maximilian Semsch

Als Testfahrt für ein E-Bike geplant, wurde der Trip rund um Australien zum bisher größten Abenteuer von Maximilian Semsch und seinen beiden Begleitern. Erleben Sie in 9 Folgen die Highlights, aber auch die Tiefpunkte der Reise rund um den faszinierenden roten Kontinent. 16.000 Kilometer voller Spannung, Emotionen und unglaublichen Bildern, die auch Sie faszinieren werden. Die Radreise der etwas anderen Art!

Infos und Trailer: http://what-a-trip.de/


Who Killed the Electric Car?

Who Killed the Electric Car? ist ein 2006 erschienener Dokumentarfilm des Autors und Regisseurs Chris Paine, der die Neuentwicklung von Elektroautos in den USA der 1990er Jahre schildert, die stark begrenzte Einführung dieser Fahrzeuge und deren baldige Rücknahme vom Markt und Zerstörung nach dem teilweisen Fall des California Clean Act. Schwerpunkt ist die Geschichte des General Motors EV1, von dem heute nur noch drei Exemplare existieren. Der Film behandelt kritisch die Rollen der Automobilhersteller, der Ölindustrie, der Regierungen der USA und Kaliforniens und der Verbraucher. Weiter beschreibt er moderne Elektroautos, Batterietechnologie und – kritisch – die Wasserstofftechnologie.

Der Film erschien am 14. November 2006 bei Sony Pictures Classics.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=nsJAlrYjGz8


Solartaxi
Um die Welt mit der Kraft der Sonne

Solarenergie funktioniert. Sie ist effizient und vor allem verlässlich. Ein Fahrzeug ohne Emissionen ist kein Traum und dieser Film ist der Beweis.
Der Schweizer Louis Palmer fährt mit seinem selbstgebauten Solartaxi rund um den Globus. Er trifft auf Politiker, Wissenschaftler, Prinzen und Filmstars doch vor allem auch auf außergewöhnliche Menschen. Und er will sie alle überzeugen. Es ist möglich, um die Welt zu reisen, nur mit der Kraft der Sonne.

Überwältigende Bilder, emotionale Augenblicke und der unbändiger Wille des authentischen Louis Palmer prägen diese Dokumentation.

Infos und Trailer: http://www.solartaxi-themovie.com/


Schöner als Fliegen (1992)
Geschichten aus dem Erdinger Moos

Bayerns gigantisches Bauwerk, der Franz-Josef-Strauß Airport, hat für viel Rummel gesorgt: Kostenexplosion, Klagenflut, Kirchenstreit. Drei Jahre beobachteten die Filmemacher, wie aus grünen Wiesen riesige, planierte Mondlandschaften wurden, aus einem Verhau von Gerüsten, Kränen und Betonmischern allmählich neue Formen und Strukturen im Schatten des Towers heranwuchsen. Der Film erzählt mit einem lachenden und einem weinenden Auge vom Wandel der Zeiten im Erdinger Moos. Er schildert in Episoden den Zusammenprall und die Verschmelzung von Tradition und Moderne. Das Ergebnis ist ein “Heimatfilm” besonderer Art.


Fahrraddiebe (1948)

Im Rom der Nachkriegszeit hofft ein Mann aus ärmsten Verhältnissen mit einer neuen Anstellung als Plakatkleber seine Familie ernähren zu können. Seine neue Stellung gerät in Gefahr, als ihm sein Fahrrad gestohlen wird, das er für diese Arbeit unbedingt braucht. Mit seinem kleinen Sohn macht er sich auf die Suche nach dem Dieb.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=xgE1ghXJ_y0


Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (1927)

Berlin, die Sinfonie der Großstadt”: Ein Tag im Berlin des Jahres 1927, vom Morgengrauen bis in die Nacht. Auf den Straßen und Plätzen der Stadt sind unterschiedlichste Menschen, Verkehrsmittel und Ereignisse zu beobachten. “Melodie der Welt”: Die Reise eines Matrosen von Hamburg nach Amerika bildet den Hintergrund für eine auf Assoziation beruhende Darstellung der Welt in ihren vielfältigen Erscheinungsformen.

Zusammenschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=sJXJUdREHYg

 

Kurzfilme


„Wherever You Want To Go“ – Vier Filme über die Zukunft der Mobilität

Film 1: The new city
http://www.youtube.com/watch?v=JKLqRr–DDg

Film 2: The future just isn’t what it used to be
http://www.youtube.com/watch?v=RpaywPNdocA

Film 3: Reinventing Mobility
http://www.youtube.com/watch?v=0R2nrRh2KFE

Film 4: How we’ll stop worrying and love the future
http://www.youtube.com/watch?v=yDo2XOyE-LI


Radlhauptstadt München

Videos aus der Radlhauptstadt München
http://www.radlhauptstadt.muenchen.de/galerie/


Der Bus mit Füßen
Green City e.V.

Seit 2004 setzt die Münchner Umweltorganisation Green City e.V. den „Bus mit Füßen” erfolgreich und kostenfrei an Münchner Grundschulen um. Die organisierte Schulwegbegleitung garantiert Erst- und Zweitklässlern einen sicheren und umweltfreundlichen Start in den Tag.
http://www.youtube.com/watch?v=yLHnZx1KXfw&feature=player_embedded#!


Die Rechnung

Drei Freunde treffen sich in der Kneipe und berichten aus ihrem Leben. Auto, Urlaub, Energie und Ernährung ergeben ein buntes Klimasündenregister. Mit dem Auftreten der Kellnerin nimmt der Film eine überraschende Wendung…
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=EmirohM3hac


Aktion Klima! Mobilität

http://vimeo.com/6983565


Yogurt vs. Gasoline

http://www.youtube.com/watch?v=cwT2k9tE_SE 


White Paper on the future of the European Transport Policy

http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I069182


bike lanes by Casey Neistat

http://www.youtube.com/watch?v=bzE-IMaegzQ


philosophie mobil – Mobilität

http://www.youtube.com/watch?v=r-3wVrDMkPQ


Sammlung Kurzfilme:

http://www.trendy-travel.eu/trendyclips.phtml


Lehr- und Lernmaterialien


I. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Portal)

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat zum Jahresthema Mobilität Lehrmaterialien gesammelt und online veröffentlicht.

Wie wird Verkehr in Großstädten effizienter und schadstoffärmer? Wie viel Nachhaltigkeit steckt in Biogas und E-Mobilität? Wie wirkt sich die heutige Mobilität auf die Biodiversität aus? Gibt es nachhaltigen Tourismus?

Broschüre
http://www.bne-portal.de/fileadmin/unesco/de/Downloads/
Dekade_Publikationen_national/20130207_Lehrmaterialien_2520Mobilit_25C3_25A4t.File.pdf

Die Beschreibung der Lehrmaterialien finden Sie hier als Broschüre zum Herunterladen sowie online nach Bildungsbereichen geordnet.

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
LEHR- UND LERNMATERIAL ZUM JAHRESTHEMA MOBILIÄT
UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Online
www.bne-portal.de


II. EineWelt-Unterrichtsmaterialien

Auf dem Portal Globales Lernen findet sich eine Vielzahl von Hinweisen auf Eine-Welt-Unterrichtsmaterialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Online-Ressourcen. Neues “Herzstück” dieses Services sind die von einer Arbeitsgruppe der Eine-Welt-Internetkonferenz (EWIK) ausgewählten konkreten Unterrichtseinheiten und -materialien zum Download.

Online
EWIK-Portal


III. Germanwatch

Hinsehen. Analysieren. Einmischen.
Germanwatch engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen.

Das online angebotene Bildungsmaterialien bieten kreative und gut umsetzbare Anregungen rund um die Themen Klimaschutz. Zu finden sind Broschüren, Poster, Arbeitshefte und -blätter und vieles mehr.

Online
http://germanwatch.org/de/bildungsmaterialien

Klimaherbst